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KIRAS Sicherheitsforschung

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Kooperative Projekte > 2019

BioCapture - Biometrie Capture Tool für die Polizei im mobilen Einsatz

Das Projekt BioCapture hat zum Ziel den vorhandenen erkennungsdienstlichen Workflow für die Beamtinnen und Beamten im mobilen Einsatz zu optimieren. Im Fokus liegt eine prototypische dynamische Sicherheitslösung, welche Exekutivbedienstete in ihrer Tages- und Nachtzeitarbeit vor Ort unterstützt und unterschiedliche Sicherheitsrisiken im interoperativen Informationsaustausch minimiert.

Bei einer Identitätsfeststellung vor Ort müssen die Einsatzkräfte schnell diverse erkennungstechnische Personenmerkmale erfassen, um einen treffsicheren Abgleich mit den polizeilichen Zentralsystemen (national und später auch international) durchführen zu können. Durch diesen heterogenen Erkennungsprozess, welcher viele involvierte Systeme sowie viele Schnittstellen umfasst, entsteht ein hoher organisatorischer, wartungstechnischer und nicht zuletzt beschaffungstechnischer Aufwand. Die derzeit existierenden mobilen Zusatzgeräte für die rasche Identitätsfeststellung sind nicht nur aus Kostengründen sondern auch wegen der wenig geeigneten Userfreundlichkeit für diesen Bedarf eingeschränkt geeignet. Hier soll BioCapture eine mobile Lösung bieten. Konkret soll das zu entwickelnde Tool lange, erkennungsdienstliche Wege (im Speziellen von Personen, die sich nicht ausweisen können) beträchtlich beschleunigen und Reaktionszeiten in der polizeilichen Erfassungs- und Dokumentationsarbeit wesentlich verkürzen.

Das BM.I in seiner Rolle als Hauptbedarfsträger im Projekt besitzt österreichweit die zentrale Kompetenz hinsichtlich erkennungsdienstlicher Forensik und unterstützt Erweiterungen im mobilen Einsatzbereich. Das vom Austrian Institute of Technology (AIT) geleitete und mitentwickelte Vorhaben wird zu Beginn von der AEI durch eine tiefgehende Szenarienanalyse im Hinblick auf eine mögliche Umsetzung des Systems verankert. Weiters bringt die Universität Salzburg (Fachbereich Computerwissenschaften) ihre wissenschaftliche Expertise im Bereich Biometrie ein. Der Umsetzungspartner T3K Forensic ist wesentlicher Mitentwickler in der Designphase und hält weltweite Kontakte im Hinblick auf eine mögliche (internationale) Verwertung der Sicherheitslösung. Ein weiterer Bedarfsträger, die Eidgenössische Zollverwaltung, beteiligt sich als ausländisches Konsortialmitglied, um das Produkt in der Testphase auf seine Usability, Performance sowie Kompatibilität mit anderen Systemschnittstellen zu begutachten. Beratung betreffend Zertifizierungsmaßnahmen sowie Security Normen werden durch den marktführenden deutschen Partner Secunet gewährleistet.  

Durch die Einbeziehung der ausländischen Partner erhöht sich unmittelbar die Projektsichtweite auch auf die internationale Ebene. Das BioCapture Tool als erarbeitete Sicherheitslösung wird zukünftig für alle europäischen Länder (und darüber hinaus) relevant sein. Die Abhängigkeit von externen Systemlieferanten wird reduziert sowie die Sicherheit und Effizienz der Polizeiarbeit vor Ort erhöht. Durch diese Forschung und dem erarbeiteten Vorsprung kann Österreich eine führende Rolle hinsichtlich modernster mobiler Identitätsfeststellungen erreichen. 

Das Projekt BioCapture wird innerhalb des Sicherheitsforschungs-Förderprogramm KIRAS durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert. 

Projektleiter 
AIT – Austrian Institute of Technology, Center for Digital Safety & Security 

Projektpartner 
Bundesministerium für Inneres (BMI)
T3K-Forensics GmbH (T3K)
Universität Salzburg, Fachbereich Computerwissenschaften (PLUS)
Agentur für europäische Integration und wirtschaftliche Entwicklung GmbH (AEI)
secunet Security Networks AG (SEC)
Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) 

Kontakt
D.I. Bernhard Strobl
Thematic Coordinator / Visual Surveillance and Insight
AIT – Austrian Institute of Technology, Center for Digital Safety & Security
Giefinggasse 4, 1210 Vienna 

T: +43 50550-4290
@: Bernhard.Strobl@ait.ac.at