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KIRAS Sicherheitsforschung

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Ausschreibungsergebnisse nach Kalenderjahren

Ausschreibungsergebnisse nach Instrumenten / Programmlinien

Projekte der gemeinsamen deutsch- österreichischen Ausschreibung 2013

Kooperative Projekte > 2018

NutriSafe

Sicherstellung von Nahrungsmittelproduktion und –logistik mit Distributed Ledger Technologie

Die Blockchain oder besser die Distributed Ledger Technologie (DLT) ist aktuell ein omnipräsentes Thema. Gerade im Bereich der FinTech (Financial Technology) oder InsureTech (Insurance Technology) finden sich immer mehr Realisierungen und vielversprechende Anwendungen. Jedoch beschränkt sich diese Technologie nicht nur auf die Finanz oder Versicherungsbranche, sondern kann in vielen weiteren Anwendungsfällen eingesetzt werden. 

Einer dieser Bereiche ist die Lebensmittelindustrie. Durch Digitalisierung und den Einsatz effizienter Verfahren konnte die gesamte landwirtschaftliche Wertschöpfungskette kontinuierlich optimiert werden. Ziel des bilateralen Projekts „NutriSafe“ ist es, Potentiale, Risiken und Auswirkung der DLT Technologie auf die Resilienz von Wertschöpfungsketten in der Lebensmittelindustrie und auf die Versorgungssicherheit zu erforschen. Vermehrt auftretende Naturkatastrophen, technische Unfälle, Kriminalität und Terrorismus sowie Sicherheitslücken bei Informations und Kommunikationstechnologien gefährden die Funktionsfähigkeit kritischer Infrastrukturen und somit die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln. Aufgrund der hohen Bedeutung des Lebensmittelsektors ist eine umfassende Betrachtung der Auswirkung neuer Technologien in diesem Bereich von besonderer Bedeutung.

Dabei ist ein Aspekt die Nachvollziehbarkeit von Warenflüssen in einem komplexen Lieferketten Netzwerk, welches bereits von Konzernen wie Walmart oder Maersk erfolgreich in Pilotprojekten getestet wurde: Die Herkunft von Endprodukten lässt sich mit Hilfe der DLT schnell ermitteln. Diese Schnelligkeit ist gerade in Krisenfällen von maßgeblicher Bedeutung. Zusätzlich kann diese Technologie helfen eine Supply Chain abzusichern, wenn die Informationssicherheit in Produktionsanlagen oder betrieblichen Informationssystemen wie ERP Systemen nicht gegeben ist. Hierfür ist das Entwickeln eines Verfahrens für die Bewertung der DLT in der Lebensmittelindustrie, besonders für Krisenfälle, unabdingbar.

Im Zuge des Projekts werden mehrere Use Cases über den Einsatz von DLT in der Lebensmittelindustrie untersucht (z.B.: IT Angriff auf Melkroboter, Beeinträchtigung von Produkten, Transportunterbrechungen), welche eine direkte Auswirkung auf die Nahrungsmittelversorgungssicherheit in Österreich haben. Entwickelte Verfahren werden in Zusammenarbeit mit PraxispartnerInnen und BedarfsträgerInnen getestet, beurteilt und im Rahmen eines Serious Games für Schulungsmaßnahmen aufbereitet. So entstehen innovative Methoden und Modelle um die Lebensmittelsicherheit zu verbessern und die Versorgung im Notfall zu sichern.

ProjektleiterIn/ Name und Institut:
Assoc. Prof. Mag. Dr. Patrick Hirsch,
Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Produktionswirtschaft und Logistik

Auflistung der weiteren Projekt- bzw. Kooperationspartner:
Agentur für europäische Integration und wirtschaftliche Entwicklung GmbH, Österreich
Bundeskanzleramt der Republik Österreich, Österreich
FFoQSI – Austrian Competence Center for Feed and Food Quality, Safety and Innovation, Österreich Ingentus Decision Support Österreichische
Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH, Österreich
Zentrum für Risiko und Krisenmanagement, Österreich KG, Österreich

Kontakt:
Assoc. Prof. Mag. Dr. Patrick Hirsch
Universität für Bodenkultur Wien,
Institut für Produktionswirtschaft und Logistik

Feistmantelstraße 4 A – 1180 Wien
Tel.: +43 1 47654 – 73200
patrick.hirsch@boku.ac.at 
www.wiso.boku.ac.at/pwl.html