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KIRAS Sicherheitsforschung

F&E-Dienstleistungen > 2019

(K)ein Raum: Cyber-Gewalt gegen Frauen in (Ex-) Beziehungen

Ausprägungen, Auswirkungen und Unterstützungspotentiale bei „Cyber-Gewalt gegen Frauen“ im Kontext häuslicher Gewalt

Mit der zunehmenden Digitalisierung von allen gesellschaftlichen Lebensbereichen steigt auch die Zahl an missbräuchlicher Verwendung der technischen Entwicklungen. So zeigt sich auch bei häuslicher Gewalt gegen Frauen, dass die Gefährder immer öfter technische Mittel zur Gewaltausübung anwenden, um ihre (Ex-)Partnerinnen zu bedrohen, belästigen, diffamieren, kontrollieren oder bloßzustellen. Die Studie (K)ein Raum: Cyber-Gewalt gegen Frauen in (Ex-)Beziehungen soll die Rolle der Technologien bei Gewalt in Intimbeziehungen erfassen.

Die Betroffenen erkennen oft keinen sicheren Raum, in dem sie sich vor der permanenten Bedrohung und Kontrolle schützen könnten. Bisherige Forschungsergebnisse zeigen, dass sich der Raum der Gewalt durch technologische Mittel vergrößert. Räume, die potentiell Schutz für die betroffene Frau bieten können, schwinden damit zunehmend. So kann auch eine räumliche Trennung – wie die Flucht in ein Frauenhaus – nicht ausschließen, dass die Betroffene nicht weiterhin Cyber-Gewalt ausgesetzt ist. Die aktuelle Situation für Frauen, die von Cyber-Gewalt durch ihren (Ex-)Partner betroffen sind, zeigt, dass es trotz hoch eingeschätzter Prävalenzzahlen an sozialwissenschaftlichen Wissensbeständen mangelt, um Umgangsstrategien von relevanten Praxisfeldern (Soziale Arbeit, Polizei, Justiz) entwickeln zu können, die dem Bedürfnis der Betroffenen nach Sicherheit in ihrer Privatsphäre gerecht werden. Damit wird eine Lücke zwischen dem aktuellen Stand des Wissens und dem aktuellen Stand der Technik sichtbar.

Ziel von (K)ein Raum ist eine differenzierte Beschreibung der Ausprägungen und Auswirkungen von „Cyber-Gewalt gegen Frauen in (Ex-) Beziehungen“. Damit soll neues Wissen über den Bedarf und das Potential an Unterstützungsmöglichkeiten und Schutzräumen für Betroffene generiert werden.

Ziele:

  • Erfassen der Perspektiven der betroffenen Frauen mittels qualitativer Interviews
  • Erfassen des Erfahrungswissens von Repräsentant_innen relevanter Praxisfelder (Soziale Arbeit, Polizei, Justiz) mittels Fokusgruppen und Dokumentenanalysen
  • Interdisziplinäre agile Konzeptentwicklung einer Handy-App als technisches Tool zur Unterstützung Betroffener

Projektleiterin
Magdalena Habringer, MA, FH Campus Wien

Projekt- bzw. Kooperationspartner_innen

ZSW- Zentrum für Sozialforschung und Wissenschaftsdidaktik
BMI- Abteilung II/2 Einsatzangelegenheiten
Bundeskanzleramt- Abteilung III/4 Gewaltprävention und frauenspezifische Legistik
Bundeskanzleramt- Abteilung V/4a Familienberatung und Familienförderung
Gewaltschutzzentrum Niederösterreich
Verein Wendepunkt
24-Stunden Frauennotruf der Stadt Wien

Kontakt
Magdalena Habringer, MA
FH Campus Wien, Kompetenzzentrum für Soziale Arbeit
Favoritenstraße 226, 1100 Wien
magdalena.habringer@fh-campuswien.ac.at
T: +43 1 606 68 77-1682