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KIRAS Sicherheitsforschung

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F&E-Dienstleistungen > 2012

Social Media Crime

Strukturierte Analyse kriminalpolizeilich relevanter Aktivitäten in sozialen Medien und Ableitung eines Methodenrasters

Durch die rasante Verbreitung und Nutzung von Social Media (z.B. Micro-Blogs wie Twitter, Social Networks wie Facebook und Video-Sharing-Portale wie YouTube) nehmen auch kriminelle Aktivitäten in diesem dynamischen Interaktionsraum zu. Dabei ist einerseits eine Verlagerung von bekannten Delikten (z.B. Betrug) festzustellen, andererseits werden durch soziale Medien auch neuartige Kriminalitätsformen möglich. Darunter fällt beispielsweise die Aufforderung von tausenden Personen zu kriminellen Handlungen (Crime Mobs) oder die Nutzung falscher Identitäten (Identitätsdiebstahl), um an vertrauliche Daten (Social Engineering) zu gelangen. Die Liste der rechtlich relevanten Phänomene und Aktivitäten erweitert sich ständig und die polizeilichen und juristischen Verantwortlichen sehen sich mit neuen Herausforderungen und Begriffen wie Cybergrooming, Profile Cloning, Social Engineering, Cyberstalking, Cyberbullying, Crime Mobs, Identitätsdiebstahl, etc. konfrontiert.

Eine strukturierte Aufarbeitung von kriminalpolizeilich relevanten Phänomenen in sozialen Medien ist derzeit allerdings noch nicht verfügbar. Gerade aber um entsprechende Maßnahmen für dieses neue Kriminalitätsfeld zu entwickeln, erscheint eine strukturierte Analyse und Kategorisierung zusammen mit der Erarbeitung eines Methodenrasters als zwingend notwendig. Im Rahmen des Projektes „Social Media Crime“ wird daher für das Bundesministerium für Inneres (BM.I) und insbesondere für das Bundeskriminalamt (.BK) eine umfangreiche Untersuchung des gesamten Themenfeldes durchgeführt. Mittels wissenschaftlicher Recherche und Erhebungen wird eine umfassende Analyse einzelner Social Media Crime Phänomene und Aktivitäten erstellt, welche Aufschluss über Erscheinungsformen, Ursachen, Folgen, Opfer- und Tätercharakteristika geben. Diese werden auf Basis von kriminalpolizeilichen Anforderungen strukturiert und kategorisiert. Anhand dieser Einteilung werden Präventions- und Gegenmaßnahmen die international bereits eingesetzt bzw. angedacht sind aufgezeigt. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen werden konkrete Handlungsempfehlungen generiert und kriminalpolizeiliches Vorgehen unterstützt Social Media Crime nachhaltig einzudämmen. Das Austrian Center for Law Enforcement Sciences (ALES) bringt als Projektpartner umfangreiche juristische Expertise in das Projekt mit ein und wird anhand umfassender Analysen konkrete Aussagen zur Rechtslage in Bezug auf die Phänomene in Österreich treffen wie auch auf allfällige gesetzliche Lücken aufmerksam machen. Darüber hinaus wird durch die Studie eine Standardisierung geschaffen, die auch für andere Bedarfsträger in Österreich von großer Relevanz ist. Am Ende der Studie wird der Raster zusammen mit den gesammelten Fallbeispielen in interaktiver Form aufbereitet und den relevanten Zielgruppen zugänglich gemacht.

 

ProjektleiterIn / Name und Institut/Unternehmen3
SYNYO GmbH, Research & Development Department

Auflistung der weiteren Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen
Universität Wien, Austrian Center for Law Enforcement Sciences (ALES)

Bundesministerium für Inneres (BM.I), Bundeskriminalamt (BK)

Kontakt
Mag. Bernhard Jäger

SYNYO GmbH
Holochergasse 20/4
1150 Wien

Tel: +43 1 99 620 11 6
Email: bernhard.jaeger@synyo.com
Web: www.synyo.com