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KIRAS Sicherheitsforschung

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F&E-Dienstleistungen > 2008

Sicher aktiv

Entwicklung eines bedarfs- und bedürfnisorientierten Zivilschutzkurses für BürgerInnen zum Schutz kritischer Infrastruktur in Österreich

Das Projekt „Sicher aktiv“ verfolgt das Ziel, entsprechend den Vorgaben der österreichischen Sicherheits- und Verteidigungsstrategie einen innovativen, bedarfs- und bedürfnisorientierten Zivilschutzkurs für die Bevölkerung zu entwickeln.
Durch die aktive Einbindung von Betreibern von Anlagen der kritischen Infrastruktur in die Kursentwicklung wird erstmals gemeinsam mit den Bedarfsträgern aufgearbeitet, welche Rolle die Bevölkerung beim Schutz kritischer Infrastruktur spielen kann. Als ein Bereich von zentraler Bedeutung für die BürgerInnen wurde dabei das Gesundheitswesen ausgewählt.
Die zentrale Bedarfsanalyse bei Infrastrukturbetreibern mittels quantitativer und qualitativer Methoden zeigt, welche Möglichkeiten und Ansatzpunkte für den Schutz von kritischer Infrastruktur durch die Bevölkerung bestehen. Das richtige Verhalten entsprechend geschulter BürgerInnen kann so in einer Krisensituation unmittelbar zum Schutz kritischer Infrastruktur beitragen.
Das zu erarbeitende modulare Kurskonzept ermöglicht es darüber hinaus, unmittelbar auf die Interessen, Sicherheitsbedürfnisse und Ängste der Bevölkerung einzugehen. Die regionale Durchführung der Kurse fördert die „resilient society“ und stärkt somit die „dritte Säule“ des Zivilschutzes: die Bevölkerung. Die Weiterentwicklung der „dritten Säule“ vom bislang bestehenden Selbstschutz-Schwerpunkt hin zur einer aktiven Rolle im Schutz kritischer Infrastruktur wird durch das Projekt angestrebt.
Das Ergebnis des Projekts besteht aus einem vollständigen, bedarfs- und bedürfnisorientierten, modular aufgebauten Kurs-Curriculum mit Lehr- und Lernunterlagen sowie multimedialen Präsentationen. Durch das bundesweit einheitliche Rahmen-Curriculum wird erstmals ein gemeinsamer Standard in der Zivilschutz-Ausbildung geschaffen, der als Grundlage für aufbauende Kurse dienen kann. Der regionale Ansatz in der Kursdurchführung stellt sicher, dass in den jeweiligen Regionen das Gemeinwesen sicherer und stabiler gestaltet wird. Ebenso wird in den Kursen auf Differenzierungen innerhalb der Gesellschaft Rücksicht genommen (beispielsweise hinsichtlich Geschlecht, soziale Lage, ethnische Herkunft, Alter etc.), deren verschiedene Bedürfnisse in die Kursgestaltung einbezogen werden.
Das Projektziel ist es, mit dem zu entwickelnden Kurs die Awareness der Bevölkerung gegenüber Katastrophen, aber auch gegenüber intentionalen Gefahren zu erhöhen. Gleichzeitig soll aktiv auf die Bevölkerung zugegangen werden, um an bestehenden Sicherheitsbedürfnissen und Ängsten im lebensnahen Kontext anknüpfen zu können und so zu einer nachhaltigen Verbesserung des subjektiven Sicherheitserlebens beizutragen.
Sicher aktiv wird von 1. November 2009 bis 31. Oktober 2011 unter der Leitung des Forschungsinstituts des Roten Kreuzes in Kooperation mit dem Ausbildungszentrum des Wiener Roten Kreuzes sowie mit der aktiven Unterstützung verschiedener BetreiberInnen kritischer Infrastruktur im Gesundheitsbereich durchgeführt.

ProjektleiterIn
Drin. Karin Rainer, Forschungsinstitut des Roten Kreuzes

Weitere Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen
Mag. a Gabriele Sprengseis, MSc und Mag.a Romana Kandioler
ABZ Ausbildungszentrum des Wiener Roten Kreuzes GmbH
Safargasse 4, 1030 Wien

Kontakt
Drin. Karin Rainer
Forschungsinstitut des Roten Kreuzes
Nottendorfer Gasse 21
1030 Wien
Tel.: + 43 (01) 79 580 – 1004
Fax: + 43 (01) 79 580 – 9730
E-Mail: karin.rainer@w.roteskreuz.at
Internet: www.frk.or.at