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KIRAS Sicherheitsforschung

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F&E-Dienstleistungen > 2012

Risiko- und Krisenmanagement für die Ernährungsvorsorge in Österreich (EV-A)

Erhebung des Istzustandes und Ausarbeitung von Handlungsoptionen und Maßnahmen zur Sicherstellung der Nahrungsmittelversorgung im Krisenfall

Ausgangssituation
In Österreich stellt das Bundesgesetz über Lenkungsmaßnahmen zur Sicherung der Produk­tion und der Versorgung mit Lebensmitteln (Lebensmittelbewirtschaftungsgesetz 1997) die gesetzliche Basis dar. Darin ist allerdings keine konkrete Beschreibung der Maßnahmen, die in Notsituationen zu ergreifen sind, enthalten. Nicht definiert ist die Rolle privater Erzeuger und Verteiler, deren Beitrag und Mitarbeit für die Aufrechterhaltung der Versorgung mit Grundnahrungsmitteln unbedingt notwendig ist. Über Lagerbestände und die „Verletzlichkeit“ der wichtigsten Erzeuger und Händler gibt es keine umfassende und befriedigende Darstel­lung des Status Quo.

Den Bedarfsträgern AMA, BMLFUW, BM.I und BKA fehlen wesentliche Voraussetzungen, Informationen, sowie vor allem Maßnahmenpläne und Handlungsanweisungen für die Sicherstellung der Nahrungsmittelversorgung der österreichischen Bevölkerung im Krisenfall.

Da die gesamte Lebensmittelversorgungskette in Österreich nur unzureichend auf Krisenszenarien vorbereitet ist, ist die Ausarbeitung von Krisenplänen und bei Bedarf auch entsprechenden gesetzlichen Regelungen dringend notwendig.

Zielsetzung
Zielsetzung des Projekts EV-A ist deshalb die Erhebung und Beschreibung der derzeitigen Situation, sowie die Ausarbeitung von Handlungsoptionen und Maßnahmen zur Ernährungsvorsorge in Österreich.

Vorgangsweise und geplante Ergebnisse

  • Identifikation und Beschreibung jener Katastrophenszenarien, von denen eine wesentliche Gefährdung der Nahrungsmittelversorgungssicherheit ausgeht.
  • Beschreibung der wesentlichen Versorgungsströme für Lebensmittel in Österreich und Identifikation von Schlüsselunternehmen der gesamten Wertschöpfungskette von Futter- und Düngemittelerzeugung über Lebensmittelproduktion und -verarbeitung bis hin zu Verpackung und Handel.
  • Erhebung und Beschreibung der Ausprägung des vorhandenen betrieblichen Risiko- und Krisenmanagements in diesen Unternehmen.
  • Erhebung und Darstellung der Bevorratungssituation in privaten Haushalten, im öffentlichen Bereich sowie bei Produktions-, Verarbeitungs- und Handelsunternehmen.

Nach einer zusammenfassenden Darstellung des Status Quo erfolgt gemeinsam mit den Projektpartnern die Ausarbeitung und Bewertung eines Katalogs von Handlungsoptionen, die sowohl auf die Aufrechterhaltung der Produktionsfähigkeit als auch auf die Sicherstellung einer organisierten und zuverlässigen Nahrungsmittelverteilung abzielen. Schließlich werden für die sicherheitsverantwortlichen Institutionen konkrete Maßnahmenpläne und Handlungsanweisungen zur die Vorgehensweise im Krisenfall erarbeitet.

Konsortium

Projektleitung:
DI Ulrike Kleb, JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH

Projektpartner:

  • Agrarmarkt Austria (AMA)
  • Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW)
  • Bundesministerium für Inneres (BM.I)
  • Bundeskanzleramt Österreich (BKA)
  • Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (AGES)

Kontakt:
DI Ulrike Kleb
JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH
POLICIES – Zentrum für Wirtschafts- und Innovationsforschung

Leonhardstraße 59
8010 Graz
tel.: +43 316 876-1555
fax: +43 316 8769-1555

E-mail: ulrike.kleb@joanneum.at
web: www.joanneum.at/policies