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KIRAS Sicherheitsforschung

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Kooperative Projekte > 2012

Public Safety Net

Mit dem Forschungsprojekt PS.NET werden die Nutzungsmöglichkeit von nicht-dedizierten, kommerziellen Mobilfunknetzen (insbes. LTE und 3G) für Einsatzorganisationen und Behörden erforscht.

Die Kommunikationsanforderungen von Einsatzorganisationen werden i.d.R. durch den taktischen Behördenfunk abgedeckt. Jedoch wurde sowohl von den Rettungsdiensten als auch vom Einsatz- und Krisenkoordinationscenter (EKC) des BM.I ein zusätzlicher Bedarf in den folgenden Bereichen artikuliert, in denen kommerzielle Mobilfunknetze eine sinnvolle Ergänzung zum taktischen Behördenfunk darstellen können:

  • Erweiterung des Teilnehmerkreises an der Kommunikation (insbesondere bei Großeinsätzen im Rettungswesen und Mobilisierung vieler ehrenamtlicher Mitarbeiter)
  • Übertragung bandbreitenintensiver Daten (Lagebilder, Patientendaten)
  • Schaffung von Rückfallebenen bei Störungen und Hochlast des Behördenfunks
  • Erhöhung der Interoperabilität und damit Steigerung der Kollaborationsfähigkeit der Einsatzorganisation (z.B. durch Austausch von Lageinformationen oder Verteilung von Warnungen, um Effektivität und Sicherheit der Einsatzkräfte zu steigern)

Daraus lassen sich folgende Ziele des Projektes ableiten:

  • Erforschung der technischen Einsatzmöglichkeiten und Rahmenbedingungen
  • Erarbeitung von Nutzungskonzepten unter Berücksichtigung verschiedener Anforderungen (Einsatzorganisationen, Systemanbieter, Infrastrukturanbieter)
  • Erforschung der Eignung der derzeit verfügbaren Mobilfunknetze in besonderen Situationen (z.B. unter Hochlast bei Großveranstaltungen)

Das Projekt folgt der Methodik der „Concept Development and  Experimentation“ und gliedert sich in folgende Phasen:

  1. Systematische Anforderungsanalyse und Kategorisierung
  2. Konzeptentwicklung auf (a) Operationeller Ebene (Anwendungsfälle und Kommunikationsprozesse), (b) Applikationsebene (Notwendige Funktionalitäten von Leitstelle und Endgeräten und deren Realisierungsmöglichkeiten), und (c) Infrastrukturebene (verfügbare Leistungsmerkmale der Übertragungsnetze).
  3. Validierung von technischer Anwendbarkeit und Nutzerakzeptanz in Feldversuchen

Die sozialwissenschaftliche Begleitung spielt in all diesen Phasen eine wesentliche Rolle. Ziel ist, dass die Projektergebnisse von den End-Anwender mitentwickelt und mitvertreten werden. Dies soll mittels der Methodik des partizipativen Designs erfolgen.

Folgende Ergebnisse werden angestrebt:

  1. Entscheidungsgrundlagen für Einsatzorganisationen zur Konzeption ihrer zukünftigen Kommunikationsinfrastruktur unter Einbeziehung von kommerziellen Mobilfunknetzen
  2. Durchgängige validierte Konzepte auf operationeller, Applikations- und Infrastrukturebene. Um die Anwendbarkeit der Ergebnisse sicherzustellen werden die heute verfügbaren Leistungsmerkmale der Infrastruktur (2G,3G,LTE) berücksichtigt.
  3. Kenntnis über Möglichkeiten und Grenzen, Ausfallsicherheit herzustellen und insbesondere die Kommunikation im Hinblick auf unerlaubten Zugriff, Funktionsfähigkeit im Hochlastfall und bei technischen Ausfällen abzusichern.

Konsortium

  • Frequentis (Konsortialführer)
  • FTW Forschungszentrum Telekommunikation Wien
  • Telekom Austria A1
  • Bundesministerium für Inneres
  • Zentrum für Soziale Innovation
  • Johanniter-Unfall-Hilfe in Österreich

Kontakt
Dipl.-Ing. Ludwig Kastner
Projektleiter
FREQUENTIS AG

Innovationsstrasse 1, 1100 Vienna, Austria
Phone +43-1-811 50 - 0
Web www.frequentis.com
E-mail ludwig.kastner@frequentis.com