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KIRAS Sicherheitsforschung

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F&E-Dienstleistungen > 2008

Optimale Sicherheit

Subjektive Sicherheit der österreichischen Bevölkerung versus Dienststellendichte der Polizei.

In Österreich wurde und wird das Thema Sicherheit eher nur in Einzelinitiativen und dann vor allem mit dem Fokus auf Wien untersucht. Auffallend im Vergleich zu anderen Ländern ist das hohe Sicherheitsgefühl der Bevölkerung, obwohl Wien bzw. Österreich laut Kriminalstatistik bzw. Dunkelfeldforschung kein niedriges Kriminalitätsniveau aufweist. Es stellt sich die Frage, warum die Österreicherinnen und Österreicher ein so hohes Sicherheitsempfinden besitzen? Ist dieses Phänomen eventuell nur zum Teil auf die vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen und die Arbeit der Exekutive zurückzuführen, sondern eventuell auch auf andere Tatsachen? Österreich gilt als „geordnetes“ Land – ein gemeinwohlorientierter Wohlfahrtsstaat mit funktionierendem Rechts-, Sozial- und Verwaltungssystem sowie intakter Umwelt.
Wissenschaftliche Ziele und Nutzen für das BM.I
Das subjektive Sicherheitsempfinden gewinnt zunehmend an Bedeutung im öffentlichen Diskurs und im Rahmen der Polizeiarbeit. Für die österreichische Polizei ist es im Rahmen ihrer kriminalpräventiven Tätigkeit wichtig zu wissen,

  • ob ein Zusammenhang zwischen der Dienststellendichte (Polizeiinspektionen) der Exekutive und dem subjektiven Sicherheitsgefühl der Bevölkerung hergestellt werden kann. Studien aus dem Ausland legen diesen Zusammenhang nahe. Davon ausgehend, wäre es im Rahmen der strategischen Polizeiarbeit wichtig zu wissen,
  • ob man von einer optimalen Dienststellendichte der Polizei ausgehen kann. Diese Ergebnisse wären für die strategische Planung des BM.I eine wichtige Informationsbasis.
  • In diesem Zusammenhang werden auch die allgemeinen Kriminalitätsängste der Bevölkerung erhoben, um reale Bedrohungsbilder und fiktive Ängste dahingehend zu untersuchen, dass die tatsächlichen Sicherheitsvorkehrungen der Exekutive darauf aufbauend abgestimmt werden können.
  • Weiters ist es dem Innenministerium ein Anliegen, das öffentliche Auftreten und die Präsenz der ExekutivbeamtInnen (die Arbeit der Polizei) aus der Perspektive der Bevölkerung evaluieren zu lassen, um im Bedarfsfall interne Qualitätsstandards im Rahmen der Aus- und Weiterbildung der .SIAK im BM.I optimieren zu können.
  • Die Erkenntnisse aus der Studie sollen die Exekutive in die Lage versetzen ihre Präventions- und Informationsarbeit so zu gestalten, dass unbegründete Kriminalitätsfurcht vermieden wird, dass das subjektive Sicherheitsgefühl in Österreich auf hohem Niveau gehalten werden kann und das die Studienergebnisse sowohl in die Aus- und Weiterbildungsmodule der .SIAK

Projektleiterin und Kontakt:
Dr. Susanne Kirchner
Institut für Höhere Studien (IHS)
Stumpergasse 56
A-1060 Wien
T.: 01/59991/306
F.: 01/59991/555
kirchner@ihs.ac.at

www.ihs.ac.at

Projektpartner:
Bundesministerium für Inneres
Abteilung II/5, Sicherheitsakademie
Dr. Katharina Weiss
Institut für Wissenschaft und Forschung der .SIAK im BM.I