Diese Seite verwendet Cookies. Durch klicken auf "OK" sind Sie mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Nähere Informationen zu Cookies und unserem Datenschutz finden Sie hier.

KIRAS Sicherheitsforschung

  •  11
Kooperative Projekte > 2010

LOBSTER

Location based services für Menschenstromanalyse in notfall- und Krisensituationen zur Unterstützung von Ersthelfern

Im Projekt LOBSTER wird ein System zur Analyse von flüchtenden Menschenströmen in Notfall- und Krisensituationen in öffentlichen Gebäuden/Anlagen (Krankenhaus, Einkaufszentrum, Flughäfen, etc.) entwickelt. Für die Ortung und Menschenstromanalyse von Personengruppen werden unterschiedliche  Positionierungsmöglichkeiten gängiger Smartphones genutzt. Die dadurch ermittelten Positionen werden im Notfall an eine Location Based Services (LBS) Zentrale übermittelt, wo diese in Kombination mit Gebäudedaten und mathematischen Filtertechniken zur Analyse und Vorhersage des Fluchtverhaltens ausgewertet werden. Diese Analyse erfolgt gänzlich anonym.

Diese Analyse dient den Ersthelfern, eine bestmögliche Koordination und Einsatzplanung von Rettungskräften zu ermöglichen. Die Rettungskräfte werden vor ihrem Einsatz ebenfalls mit einem integrierten Ortungssystem ausgestattet und senden Ihrerseits die Positionen an die LBS Zentrale. In Kombination mit den Positionsdaten der flüchtenden Personen ist es so möglich, die Fluchtwege und das Einsatzgebiet zu bestimmen und die Rettungskräfte durch gezielte Anweisungen bestmöglich zu koordinieren.

Der Vorteil dieses Systems liegt darin, dass zur Menschenstromanalyse Techniken zum Einsatz kommen, die in handelsüblichen Smartphones bereits enthalten sind. Die Rettungskräfte werden jedoch mit einem autonomen System ausgestattet, das unabhängig von der Infrastruktur eine Positionierung ermöglicht. Das Systemkonzept wird anhand eines umfassenden zu entwickelnden Testszenarios die Leistungsfähigkeit und das Potential aufzeigen.

Verschiedenste Aspekte von Humanfaktoren werden bereits bei der Spezifikation von Nutzeranforderungen und „First Responders“ eingesetzt, um die Systemanzeigen, die Informationsorganisation, sowie die Arbeitsabläufe optimal in das Schnittstellendesign einzubeziehen. Zudem wird eine psychologische Analyse von Humanfaktoren in Bezug auf flüchtende Menschenmassen durchgeführt und speziell auf die Identifizierung von Bewegungsmustern und Verhaltensformen reflektiert und fokussiert.

ProjektleiterIn
DI Klaus Aichhorn
TeleConsult Austria GmbH

Weitere Projektpartner
Institut für Navigation – Technische Universität Graz
Institut für Signalverarbeitung und Sprachkommunikation – Technische Universität Graz
Institut für Bauinformatik – Technische Universität Graz
Berufsfeuerwehr Graz
Landespolizeikommando für Steiermark
Österreichisches Rotes Kreuz

Kontakt
DI Klaus Aichhorn
TeleConsult Austria GmbH
Rettenbacher Straße 22
8044 Graz
Tel.: 0316-890971-12
E-Mail: klaus.aichhorn@tca.at