KIRAS Sicherheitsforschung

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F&E-Dienstleistungen > 2009

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Verknüpfung von Fehlernetz- und Risikoanalyse mit Vulnerabilitätsbetrachtungen in der Trinkwasserwirtschaft.

Die geplante Studie basiert auf den geförderten KIRAS Projekten FEIS (Failure Experience and Improvement System - Projekt zur Risikominimierung am Beispiel der kritischen Infrastruktur TRINKWASSER, Programmlinie 2, BOKU Wien) und ACHILLES (Planungswerkzeug zur Identifikation von Schwachstellen im laufenden Betrieb und Notfall für die urbane Wasserinfrastruktur (Programmlinie 3, Universität Innsbruck). Während FEIS durch Fehlernetz- und Risikoanalyse von Infrastrukturen eine qualitative Risikobetrachtung ermöglicht, dient ACHILLES als Schwachstellenidentifizierungssystem und Planungswerkzeug durch quantitative Risikobetrachtung.
Beide Werkzeuge können für die Sicherheits- und Rehabilitierungsplanung genutzt werden, unterstützen die Implementierung von Wassersicherheitsplänen (herausgegeben von der Weltgesundheitsorganisation) und zielen auf eine erhöhte Versorgungssicherheit ab. Durch die Kombination der qualitativen (FEIS) und quantitativen (ACHILLES) Risikobetrachtung können sich die einzelnen Werkzeuge gegenseitig ergänzen um ein holistischeres Risikomanagement zu erreichen. Deshalb sollen anhand der Programmlinie 4 (Unterstützungsmaßnahmen) die Verknüpfung der beiden Projekte und die Herstellung von möglichen Schnittstellen zwischen den 2 Werkzeugen FEIS und ACHILLES analysiert und validiert, sowie der daraus resultierende Mehrwert für integrales Risikomanagement erarbeitet werden.
Ziel der Studie ist, die

  • Ausarbeitung des zusätzlichen Nutzens für die Bedarfsträger durch die Verknüpfung der Projekte
  • Schaffung von Grundlagen für integrales Risikomanagement: Untersuchung von Möglichkeiten der Verknüpfung von quantitativem und qualitativem Risikomanagement und deren Anwendungen im Regel- und Notfall (Risikoprävention)
  • Untersuchung der Möglichkeiten zur Verwendung von FEIS Informationen als Input für numerische Simulation in ACHILLES (Systemkonfiguration, Fehlerhäufungspunkte, Fehlerdrehscheiben, Gefahren mit hohen Eintrittswahrscheinlichkeiten, qualitative Erfahrungen etc.)
  • Untersuchung der Möglichkeiten zur Verwendung von ACHILLES Fehlersimulation als Input für Impact- und Timelag-Werte für die qualitative Risikobetrachtung in FEIS (Simulationsergebnisse, etc.)
  • Aufbereitung der Schnittstellen zwischen den beiden Tools unter Berücksichtigung des bisher in den Projekten praktizierten Datenschutzes

Projektleitung:
Universität für Bodenkultur Wien
Institut für Siedlungswasserbau (BOKU-SIG)
Muthgasse 18, 1190 Wien

Projektpartner:
Universität Innsbruck
Institut für Infrastruktur, Fachbereich Umwelttechnik
Institut für Informatik, Quality Engineering

Projektleitung und Kontakt:
Universität für Bodenkultur Wien
Dr. Reinhard Perfler
Muthgasse 18, 1190 Wien
tel   +43-1-47654-5808
fax  +43-1-3689949
reinhard.perfler@boku.ac.at

www.wau.boku.ac.at