Diese Seite verwendet Cookies. Durch klicken auf "OK" sind Sie mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Nähere Informationen zu Cookies und unserem Datenschutz finden Sie hier.

KIRAS Sicherheitsforschung

  •  11
Kooperative Projekte > 2013

IsoCSI

Anwendung der Isotopenanalytik in der Forensik am Beispiel GHB/GBL (K.o.-Mitteln) und Textilien

Im Zuge des Projekts soll anhand von zwei Modelsystemen (GHB/GBL und Textilfasern) gezeigt werden, dass sich die Analyse der stabilen Isotope (IRMS-Technologie) in der Kriminalistik zur Aufklärung von Straftaten eignet, dadurch mehr Straftaten aufgeklärt werden können und somit die Sicherheit der österreichischen Bevölkerung erhöht wird.

1. Modellsystem: GHB (Gamma-Hydroxybutyrat) und GBL (Gamma-Butyrolacton) sind Substanzen, die häufig als K.o.-Mittel verwendet und bei Sexualdelikten oder Raubüberfällen eingesetzt werden. Aufgrund fehlender Nachweismethoden und des kurzen Detektionsfensters für exogenes GHB (aus den K.o.-Mitteln) im menschlichen Körper, können viele Straftaten nicht aufgeklärt werden und im Zweifel werden Täter freigesprochen.

2. Modelsystem: Bei Straftaten kommt es oft zur Übertragung von Faserspuren. Die Differenzierung von Fasern mit gleichen morphologischen Eigenschaften (z.B. ungefärbte Baumwolle oder Baumwolle aus Blue Jeans Stoffen) ist mit herkömmlicher Analytik/Methodik oft nicht möglich und somit können Täter nicht überführt werden. Die IRMS-Technologie soll hier mit Hilfe des Abgleichs der Isotopensignaturen bei Fasern mit gleicher morphologischer Eigenschaft
eine eindeutige Zuordnung ermöglichen.

Derzeit steht die IRMS-Technologie der Justiz und dem Büro für Kriminaltechnik des Bundeskriminalamtes zur Aufklärung von Straftaten nicht zur Verfügung. Im Zuge des Projekts entwickelt die Imprint Analytics GmbH (Know-how im Bereich der Isotopenanalytik), mit dem Klinisches Institut für Labormedizin der Medizinischen Universität Wien (Know-how im Bereich Drogen- und GHB/GBL-Nachweis) und in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt (stellt beschlagnahmte Proben und forensisches Hintergrundwissen zur Verfügung) neue Verfahren, die das Aufzeigen und Aufklären von schweren Straftaten verbessern, dadurch Ermittlungsverfahren in aussichtslos scheinenden Fällen erst ermöglichen und damit der Forderung weiter Bevölkerungskreise nach mehr Sicherheit gerecht werden sollen. Weiters erarbeitet das Institut Ethik und Recht in der Medizin der Universität Wien die rechtlichen und ethischen Aspekte im Zusammenhang mit der mangelnden Beweisbarkeit nach Verabreichung von K.o.-Mittel.

ProjektleiterIn
Mag. Nadine Rathmanner, Imprint Analytics GmbH

Projektpartner:
Medizinische Universität Wien, Klinisches Institut für Labormedizin,
Ass.-Prof. Mag. Dr. Thomas Stimpfl,
Bundesministerium für Inneres, Bundeskriminalamt,
MMAg. Dr. Robert Hirz, Dr. Wolfgang Greibl
Universität Wien, Institut für Ethik und Recht in der Medizin,
Dr. Maria Klete?ka-Pulker

Kontakt
Dr. Bernd Bodiselitsch, Mag. Nadine Rathmanner
Imprint Analytics GmbH
Werner von Siemens Straße 1
A-7343 Neutal
Tel.: +43 5 9010 8900
Fax: +43 2682-2057700 3995
E-Mail: bodiselitsch@imprint-analytics.at, rathmanner@imprint-analytics.at
Internet: www.imprint-analytics.at