Diese Seite verwendet Cookies. Durch klicken auf "OK" sind Sie mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Nähere Informationen zu Cookies und unserem Datenschutz finden Sie hier.

KIRAS Sicherheitsforschung

  •  11
Kooperative Projekte > 2006

FEIS - Failure Experience Improvement System

"Projekt zur Risikominimierung am Beispiel der kritischen Infrastruktur TRINKWASSER".

Ausgangslage:
Fehler in der Wasserversorgung haben nicht nur Auswirkungen auf das System der Wasserversorger (betriebsinterne Prozesse, usw.), sondern auch auf die zu versorgende Bevölkerung (Brandbekämpfung, Hygiene bzw. Abwasserentsorgung, Ausfall von landwirtschaftlichen und industriellen Produktionsprozessen).

In vielen Infrastrukturen gibt es ein noch nicht ausgeschöpftes Fehlervermeidungspotenzial das mit Hilfe dieses Projektes nutzbar gemacht wird. In vernetzten Systemen, wie z.B. der Wasserversorgung, weist das lineare Fehlermodell naturgemäß eine eingeschränkte Gültigkeit auf, vernetzte Systeme, können mit Vereinfachungen nicht befriedigend erklärt werden. Daher spricht man in diesem Zusammenhang von multiplexen oder mehrdimensionalen komplexen Systemen.

Ziele:
Das Hauptziel des Projektes ist die Entwicklung einer Datenbank mit integrierter Analysemöglichkeit (FEIS- Tool, Failure Experience Improvement System), in der die Fehler des Unternehmens aufgenommen, kategorisiert, analysiert und mit einer entsprechenden Arbeitsanweisung versehen werden. Diese permanente Fehlerminimierung führt zu einer Erhöhung der Sicherheit der kritischen Infrastruktur Wasser (Risikominimierung, Versorgungssicherheit, Krisen- und Katastrophenprävention). Durch die einfache Duplizierbarkeit der entwickelten komplexen und integrativen Netzwerkstrukturanalyse des FEIS-Tools auf andere Infrastrukturbereiche (z.B. Energie, Finanzen, Verkehr usw.) entsteht ein nachhaltiger Mehrwert für die Sicherheit Österreichs und seiner Bevölkerung.

Erwarteter Nutzen durch das Projekt:
Aufgrund der Analysemöglichkeit der Fehlernetzwerke werden die kausalen Zusammenhänge aufgedeckt und eliminiert. Dadurch werden einerseits die Eintrittswahrscheinlichkeiten bzw. die Auswirkungen und Schäden minimiert.

Für das Krisenmanagement und die Risikokommunikation bedeutet das, dass der Bedarfsträger auf bisherige Erfahrungen im Krisenmanagement zurückgreift, und sofort die Auswirkungen der Maßnahmen im eigenen System sieht. Dieses Projekt ist so aufgebaut und geplant, dass das FEIS-Tool in der Kiras Programmlinie 3 zur marktreife weiterentwickelt wird.

Projektlaufzeit:
12.2007-11.2008

Durchführung:

  • Universität für Bodenkultur Wien, Department für Wasser, Atmosphäre und Umwelt, Institut für Siedlungswasserbau, Industriewasserwirtschaft und Gewässerschutz
  • FAS.Research

Kontakt:
DI Mario Unterwainig
Universität für Bodenkultur Wien, Department für Wasser, Atmosphäre und Umwelt, Institut für Siedlungswasserbau, Industriewasserwirtschaft und Gewässerschutz

Muthgasse 18, A-1190 Wien
Tel.: +43 1 36006 5807
E-mail: mario.unterwainig@boku.ac.at